
GAU-ALGESHEIM (pge). Die Hockeyherren der Sportvereinigung (SV) Gau-Algesheim haben dank einer beeindruckenden Rückrunde die doppelte Meisterschaft nahezu perfekt gemacht. Der 5:0-Erfolg im entscheidenden Duell beim Tabellenzweiten PST Trier stellt dabei den vorläufigen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte dar. Dank sechs Siegen in Folge – bei einem Torverhältnis von 28:3-Treffern – ist dem SV der Aufstieg in die Oberliga am finalen Spieltag (Sonntag, 11:00 Uhr gegen TfC Ludwigshafen) nur noch in abwegigen Theorien zu nehmen. Zu groß ist der Vorsprung mit drei Punkten und 15 mehr geschossenen Toren, sodass die unterlegen Trierer direkt nach dem Abpfiff sportlich fair zur Meisterschaft gratulierten. „Die Titel in der Halle und im Feld sind ein Novum in unserer 73-jährigen Geschichte“, weiß Diethard Grundl, der bereits seit 28 Jahren das Amt des Abteilungsleiter ausübt. „Die Sportvereinigung meldet sich damit nach vielen Jahren Dornröschenschlaf eindrucksvoll in der höchsten Spielklasse des Hockeyverbandes Rheinland-Pfalz/Saar zurück.“
Die Gau-Algesheimer hatten sich auf einen heißen Kampf an der Mosel eingestellt – ähnlich wie bei dem spektakulärem Finale in der vergangen Hallensaison. Doch die Partie begann verhalten, die PST legte ihren Schwerpunkt auf konsequentes Verschieben in der Defensive und bot den Gästen kaum Raum, um ihr schnelles Kombinationsspiel aufzuziehen. „Man hat den Trierern ihre Oberligaerfahrung deutlich angemerkt“, sagte Michael Heiser und lobte die disziplinierte Spielweise der Gastgeber. Probleme mit dem stumpfen und langsamen Kunstrasen, sowie einige individuelle Fehler im Aufbauspiel taten ihr Übriges und sorgten für wenige ernsthafte Torchancen im ersten Abschnitt. „Der ausschlaggebende Punkt für den deutlichen Sieg war diesmal unsere starke Strafeckenverwertung“, analysierte der SV-Coach. Der starke Matthias Eckes (11. Min.) und zweimal Florian Hemmes (25. und 43. Min) verwerteten drei der fünf kurzen Ecken. Die anderen beiden Treffer steuerte René Hellmeister mit zwei satten Schüssen ins lange Eck bei. Der 19-Jährige feierte nach seiner Sperre ein gelungenes Comeback und stellte sich dabei vollkommen in den Dienst der Mannschaft. Die ungewohnt effektive Chancenverwertung, bei gleichzeitig sehr hohen Ballbesitzzeiten, lies bereits früh im zweiten Spielabschnitt keinen Zweifel mehr daran aufkommen, dass es den Trierern noch gelingen sollte, in die Partie zurückzufinden.
Dass der Gau-Algesheimer Aufstieg hoch verdient ist, beweist eindrucksvoll das Zahlenbeispiel, welches Michael Heiser in seiner Spielanalyse parat hatte: „In den beiden Spielen gegen Trier haben wir zehn Treffer erzielt. In den sieben anderen Spielen haben sie nur acht Gegentore gefangen. Das unterstreicht deutlich unsere Dominanz.“ Als sogar dreifacher Aufsteiger darf sich Florian Hemmes feiern lassen. Der Gau-Algesheimer, der sieben Jahre beim Kreuznacher HC spielte, absolvierte für den ebenfalls frischgebackenen Aufsteiger in die 1. Regionalliga noch vier Partien in der Hinrunde, bevor er zur Hallensaison zu seinem Heimatverein zurückwechselte. „Es ist unfassbar, was wir hier erleben. So etwas hätte ich mir niemals erträumen lassen.“ In der kommenden Saison darf sich die Heiser-Truppe dann auch in Punktspielen mit den Hockey-Hochburgen aus Rheinland-Pfalz messen, nachdem die SV in den vergangenen Monaten häufig in Trainingsspielen die Herausforderung gegen höherklassige Teams gesucht hatte. Doch vorher wartet noch das verdiente Schaulaufen vor den eigenen Fans und die Meisterfeier. Zudem wird die Mannschaft im Heimspiel gegen Ludwigshafen ihre neuen Trikots - gesponsert von der Pizzeria Da Pino – präsentieren. Anschließend findet ab 13:30 die Meisterfeier mit den Fans statt.
SV Gau-Algesheim:
Germeroth (TW) - Dietz, Hirschwald, Ankner, J. Erbes – T. Fischer, M. Fischer, Eckes (1), Helm – R. Hellmeister (2), Hemmes (2); Hilgert, Planz, Wolf
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